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Juni
2022

Atlas der Migration 2019

Mit dem Atlas der Migration erfahrt ihr mehr über das Thema Migration. Denn Migration ist kein gesellschaftlicher Sonderfall. Viele Gesellschaften der Welt sind auch ein Ergebnis menschlicher Mobilität. Zahlreiche Mythen und rassistische Bilder bewerten Migrationsbewegungen und lassen einige davon als etwas Bedrohliches erscheinen.

Daten und Fakten aus dem Atlas der Migration

Hier kannst du den Atlas herunterladen. Anhand konkreter Beispiele und Schaubilder wird aufgezeigt, was für Auswirkungen die europäische Migrations- und Außenpolitik hat, wie Migration in verschiedenen Regionen wirkt und mit welchen Fragen Fragen der Migration verbunden sind. Du willst mehr dazu verstehen? Dann schau auch in unsere Spiele und Kurzübersicht des Atlas weiter unten rein!

Ein paar Fakten aus dem Atlas der Migration

Migration ist Normalität

Migration ist kein gesellschaftlicher Sonderfall. Viele Gesellschaften der Welt sind auch ein Ergebnis menschlicher Mobilität. Dennoch erhitzt das Thema Migration rund um den Globus politische Debatten und die Meinungsbildung verläuft nicht selten entlang der Frage des Umgangs mit Migrationsbewegungen. Zahlreiche Mythen und rassistische Bilder bewerten Migrationsbewegungen und lassen einige davon als etwas Bedrohliches erscheinen. Migrant*innen in all ihrer Unterschiedlichkeit werden darin unsichtbar.

Der Atlas der Migration möchte den Blick auf Migration sowie ihre Akteur*innen verändern. Migration ist kein Bedrohungspotenzial für die Gesellschaften selbst, sondern für die zahlreichen Migrant*innen, die illegalisiert werden, Alltagsrassismus und rassistischen Terror erfahren müssen.

Migration gibt es seit Jeher.

Die Menschheitsgeschichte ist eine Migrationsgeschichte. Menschen sind keineswegs erst in der Moderne mobil geworden. Sie überwanden bereits weite Distanzen, bevor es die heutigen Massenverkehrsmittel gab. Von globaler Migration, also von Mobilität über die Grenzen der Kontinente hinweg, kann erst seit Beginn des Kolonialismus (externer Link, öffnet neues Fenster) gesprochen werden. Ein wichtiger Faktor war dabei der Sklav*innenhandel. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, begann zugleich die Geschichte Europas als Einwanderungskontinent. Migration war kein Selbstzweck - der dauerhafte oder zeitweilige Aufenthalt an anderen Orten sollte den Migrierenden die Möglichkeit geben, ihr Leben selbstbestimmter zu gestalten. Seit jeher kann Migration aber auch eine Folge der Androhung oder Anwendung von Gewalt sein. Fluchtbewegungen, Vertreibungen oder Deportationen treten auf, wenn - vornehmlich staatliche - Akteur*innen Lebens- und Überlebensmöglichkeiten sowie körperliche Unversehrtheit, Rechte und Freiheiten beschränken.

Ein Mapping mit weiteren Informationen zu Flucht, Vertreibung und Rechtlosigkeit

Die meisten Geflüchteten bleiben im eigenen Land. Rund 39 Millionen der 71,4 Millionen sind sogenannte Binnenvertriebene, Internally Displaced Persons. Anders als die überhitzte Debatte in Europa und den USA nahelegt, gelangt nur ein Bruchteil der Fliehenden in den Globalen Norden. 85 Prozent der internationalen Flüchtlinge werden von Ländern des globalen Südens aufgenommen. Doch obschon Geflüchtete in den Ankunftsländern nach Sicherheit und Aufnahme suchen, sind sie dort ebenfalls verschiedenen Hürden ausgesetzt.

Von Diskriminierungen im Wohnungsmarkt, über die Anerkennung ihrer Qualifikation. Insbesondere Migrantinnen sind von dieser Aberkennung der Qualifikationen betroffen. Die intersektionale (externer Link, öffnet neues Fenster) Diskriminierung, die Migrantinnen betrifft, führt dazu, dass sie unter ihrem Qualifikationsgrad beschäftigt werden. Dabei werden Migrantinnen häufiger in Lohnarbeit beschäftigt als Einheimische Frauen, was jedoch nichts über das Ausmaß an unbezahlter Sorgearbeit, über die Art der Beschäftigung und illegalisierte Beschäftigungsverhältnisse aussagt.

Frauen – Flucht – Arbeit

Angriffe auf Asylsuchende
Neben bürokratischen Hürden, die ein Asylantrag mit sich bringt und neben der Diskriminierung und den Herausforderungen auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt, gibt es jedoch noch eine weitere bittere Realität: Während Menschen aus unterschiedlichen Gründen fliehen oder migrieren und auf ein besseres Leben im Ankunftsland hoffen, kommt es neben der alltäglichen Diskriminierung auch zu gewaltsamen Übergriffen und Anschlägen auf ihr Leben. Hier die Entwicklung von 2015 bis 2017

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