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Juli
2025

Die „Gesellschaft der Vielen“: Solidarität in der Migrationsgesellschaft

Die "Gesellschaft der Vielen" sieht Migration als den Ausgangspunkt unserer Gesellschaft. Menschen mit unterschiedlichen Geschichten leben zusammen, kämpfen gemeinsam für gleiche Rechte und gestalten das Zusammenleben. Die Gesellschaft der Vielen ist deshalb beides: eine Vision für eine gerechtere Zukunft – und eine Realität, die wir schon heute erleben.

Workshop-Materialien

Was ist die Gesellschaft der Vielen?

Die „Gesellschaft der Vielen“ ist ein Konzept, das auf Vielfalt, Teilhabe und Solidarität setzt. Es macht deutlich: Unsere Gesellschaft besteht nicht aus einer einzigen Gruppe mit einer gemeinsamen Herkunft, Sprache oder Religion. Vielmehr leben hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, Erfahrungen und kulturellen Hintergründen zusammen – und gestalten diese Gesellschaft gemeinsam.

Lugain Kikhya erklärt die „Gesellschaft der Vielen“ in diesem Video.

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Gerechtigkeit, Solidarität und Respekt

Menschen protestieren mit einem Banner mit der Aufschrift: Kein Mensch ist illegal.
Die „Gesellschaft der Vielen“ ist dabei nicht nur eine Beschreibung, sondern auch eine Haltung: Es geht um Anerkennung, Respekt und das gemeinsame Eintreten für Rechte und Freiheiten. In einer Zeit, in der rechte Kräfte Migration als Bedrohung inszenieren und Abschottung fordern, stellt die „Gesellschaft der Vielen“ eine Gegenbewegung dar – sie steht für Offenheit, Demokratie und Widerstand.

Solidarität in einer rassistischen Gesellschaft

Es geht dabei nicht darum, die Realität zu leugnen: In der Gesamtgesellschaft verschärft sich die Situation spürbar. Die Migrationsgesellschaft ist massiven Angriffen und Spaltungsversuchen ausgesetzt. Staatliche Gewalt und Rassismus erreichen ein unerträgliches Ausmaß. Gerade deshalb betont die Gesellschaft der Vielen die solidarischen Verbindungen, die sich dieser Entwicklung widersetzen und trotz allem bestehen bleiben.

Die Realität der Widerständigen

Die Gesellschaft der Vielen stellt nicht die Realität von Rechten und Rassist*innen in den Mittelpunkt, sondern die Realität der Kämpfenden und Widerständigen – die Gesellschaft der Vielen als Vision und gelebter Alltag. Sie soll uns bestärken, uns zu organisieren und gestärkt, offensiv und kämpferisch in die Auseinandersetzung zu gehen.

Nutzen und Teilen

Beitrag von Lina Urbat und Alina Kopp. Online Redaktion von Alina Kopp.

Der Text wird unter den Bedingungen der Creative Commons Lizenz  (externer Link, öffnet neues Fenster)CC BY-NC-SA 4.0 (externer Link, öffnet neues Fenster)  (externer Link, öffnet neues Fenster)veröffentlicht. Teile, nutze oder adaptiere diesen Beitrag für deine Bildungsarbeit. Fotos von Rasande Tyskar (externer Link, öffnet neues Fenster) unter der Lizenz CC BY-NC 2.0 (externer Link, öffnet neues Fenster)via Flickr. Vergiss nicht es weiter unter den gleichen Bedingungen zu veröffentlichen und dabei LINX und die Autor*innen zu erwähnen.

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